Konzept 
für Mensch & Pferd

Etwas so rüberzubringen, wie ich es wirklich meine, bedeutet es auch fühlen zu können.

Für Mensch

Es hat einen Grund, weshalb wir uns so verhalten, wie wir uns eben verhalten – das gilt für Menschen genauso wie für Pferde. 

Alles was gerade ist, hat das Potential zur Weiterentwicklung. 

Etwas loszulassen, bedeutet erstmal deine Faust zu öffnen, um zu sehen, was du festhältst.

Bist du bereit das anzunehmen, was gerade ist und willst du hier und jetzt weitermachen, dann locker deine Faust.

Jetzt bist du mit deiner Aufmerksamkeit da, wo du deinen Ursprung findest: in deinem Körper.

Körpersprache ist die Sprache der Pferde.

Das Konzept ist genau hinzuschauen, zu fühlen, was genau jetzt gerade los ist.

Bei dir und bei deinem Pferd, deinem Gegenüber, in eurer Beziehung..

Etwas so rüberzubringen, wie ich es wirklich meine, bedeutet es auch fühlen zu können.

Ein Gegenüber gibt dir ein wichtiges Feedback, wie du dich rüberbringst. Das ist die wertvolle Außenwahrnehmung, die oft auch ein „Reality – Check“ bedeutet. Also der Moment indem du die Chance hast, abzugleichen, ob das, was du rüberbringen, kommunizieren willst, auch wirklich das ist, was rüberkommt. 

Oft sind es eben die Missverständnisse zwischen Pferd & Mensch, die manchmal langjährige, gefährliche und zermürbende Konflikte in der Beziehung zwischen Pferd & Mensch auslösen. 

Wir fühlen uns unverstanden und das Pferd auch. Beide Seiten interpretieren aus eben ihrer Perspektive das Verhalten des anderen.

Nadine nutzt hier die Fähigkeit, die Pferd und Mensch gemeinsam haben: das Sprechen über und mit dem Körper. 

Pferde nutzen diese Form der Mit-Teilung primär. Wir Menschen verlagern diese „Herz – Kommunikation“ in den Kopf. Wir ver-wörtlichen unseren Körper, denken über ihn nach und wählen aus, was wir sagen „sollten“.

Doch das ist manchmal nicht das, was wirklich gesagt werden will.

Also durch Beobachtung, ehrliches Feedback, Körpertechnik und einem reichen Schatz aus Methoden wird Nadine dich zu einer Körpersprache führen, die du auch fühlst.

Und wenn du dich gut fühlst – also auch fühlen kannst, was gerade bei dir los ist, dann kannst du bewusst in Führung gehen.

Dann kannst du die Verantwortung für dich und dein Pferd übernehmen, selbst entscheiden, wo eure Reise hin geht.

In dieser bewussten Körpersprache wirst du dich wie zu Hause fühlen und neue Techniken und Aufgaben wirst du schnell in deinen Erfahrungsschatz integrieren können.

Für Pferd

Körpersprache ist die Sprache der Pferde.

Doch um zu sprechen, müssen wir lernen unsere Stimme einzusetzen, müssen uns ausprobieren und Fehler machen, denn das bedeutet Lernen. Lernen ist der Mut zum Scheitern, die Kraft zum Weitermachen und die Lust auf Weiterentwicklung.

Wollen wir über Körpersprache mit Pferden Kommunizieren, so ist es an der Zeit unseren Körper und seine ganz eigene, wortlose Sprache kennen zu lernen.

Der Kernaspekt der Körpersprache bleibt auch beim Pferd das Gefühl. 

Pferde sind wie wir Säugetiere und verfügen in den Grundsätzen über das gleiche Nervensystem wie wir. Außerdem sind Pferde dazu in der Lage Mimikresonanz zu verstehen – sogar besser als ein Hund. Sie erkennen also unsere Gefühlslage und zwar die innere, auch wenn wir versuchen diese über äußeres Verhalten zu verbergen. 

Versuchen wir uns also dem Pferd gegenüber zu verstellen und / oder sind wir uns ganz einfach nicht bewusst darüber, was in unserem Inneren wirklich abgeht, dann erkennt das Pferd das sofort.

Es reagiert darauf wie ein Kind: es ordnet dieses Verhalten als unsicher ein und versucht entweder Sicherheit über Struktur und Zuwendung herzustellen oder grenzt sich ab, bis hin zur Angst. 

Passen Innen und Außen zusammen heißt das in der Fachsprache „Kohärenz“.

Diese Kohärenz ist die Grundlage für eine klare, bewusste und damit auch faire Körpersprache und damit Kommunikation mit Pferden.

Pferde bringen diese Kohärenz i.d.R. natürlicherweise mit. Sie leben im Hier & Jetzt und sind darauf angewiesen Gefühle direkt in die Tat umzusetzen. Das nennt sich bottom – up Verarbeitung.

Bei uns läuft die Verarbeitung von Gefühlen meist top – down, also über Kognition.

Hier liegt ein entscheidender Unterschied zwischen der Arbeit mit Traumata im Umgang mit Pferden und Menschen.

Pferde sind vereinfacht gesagt jederzeit bereit dazu ein Trauma zu verarbeiten – solange sie nicht durch Bewegungseinschränkung davon abgehalten werden, reagiert ihr Körper sofort auf ein traumatisches Erlebnis, um dieses besser verarbeiten und so schneller wieder in einen „Normalzustand“ zu kommen. Überlebenswichtig als Beutetier.

Wir brauchen hierfür deutlich länger und oft eine bewusste Willenskraft, um mit traumatischen Erfahrungen umgehen zu können. 

Für das Pferd mit Trauma ist daher wichtig: sein Körper muss so unterstützt werden, dass es Traumata durchlassen kann. Hierfür ist Körperarbeit sehr gut geeignet.

In vielen Jahren der Erfahrung mit Osteopathie und Physiotherapie, Masterson – Methode, TTouch und vielen weiteren Massagetechniken, hat Nadine ihr Repertoire der Körpertechniken parat, um jedes Pferd individuell unterstützen zu können.

Besonders in der Pferdeausbildung, aber auch im Einzelcoaching findet diese wertvolle Arbeit am Pferdekörper ihren Platz.

Es finden sich also einige Ebenen im Bereich des Pferdes:

  • Körpersprache & Kohärenz
  • Beziehung 
  • Körperarbeit & Trauma
  • Training

Zu den bereits beschriebenen Ebenen kommt die genauso wichtige Ebene des Trainings hinzu.

Um Leistungsfähigkeit steigern zu können, braucht es Training.

Um neue Bewegungen zu lernen, kann eine logisch aufgebaute Konditionierung helfen. 

Diese Konditionierung ist ein ergänzender Teil und wird bei uns erst dann eingesetzt, wenn die Basis der Körpersprache und Beziehung zwischen Pferd und Mensch stimmig für beide ist.

Während die Beziehungsarbeit  Ergebnisoffenen, Kontaktbasiert und sehr innerlich sehr intensiv sein kann, ist das Training oft technikorientiert und verfügt über einen strukturierten Rahmen. 

Hier können Mensch und Pferd ins gemeinsame Gefühl kommen, etwas „geschafft“ zu haben. So bahnt sich die Beziehungsebene ganz natürlich ihren Weg ins Training.

Diesen Übergang, der sich in der Spähre zwischen Training und Beziehung befindet, der ist besonders spannend und wertvoll.

Den erreicht nur der Mensch, der wirklich Lust hat ganz genau hinzuschauen.

Der sich die Zeit nimmt, um das Pferd fernab von gängiger Interpretation zu beobachten.

Hier bei uns ist das selbstverständlich und ein Kernaspekt in der Arbeit mit dem Pferd.

BEZIEHUNGSRAUM SCHAFFEN

BEZIEHUNGSRAUM SCHAFFEN

Okay, also über den Körper kommunizieren wir alle, irgendwie. Mal mehr, mal weniger bewusst.

Doch was ist Kommunikation?

Kommunikation ist die Art und Weise wie wir uns verständigen. Sie ist dafür da eine Verbindung zu einem Gegenüber aufzubauen. Diese Verbindung ist ein Grundbedürfnis – das Bedürfnis nach Zuwendung, das, was uns und auch ein Pferd zu einem sozialen Wesen macht.

Diese Verbindung nennen wir meist „Beziehung“. Also ich nehme Bezug zu einem Gegenüber auf, wenn ich kommuniziere.

Kommuniziere ich mit meinem Pferd über Körpersprache bin ich also auch irgendwie mit diesem in Beziehung.

Und jetzt wird’s spannend: über die Beziehung verständige ich mich auch – die Beziehung ist vereinfacht die Grundform von Kommunikation. Darüber werden die Grundlagen geklärt.

Zu den wichtigsten Grundlagen einer gelungenen Beziehung – also auch einer gelungenen Kommunikation gehört der Raum.

Der Raum, den jeder für sich hat und der Raum, den wir dann gemeinsam haben – der Beziehungsraum.

Es ist ganz einfach so, wenn wir einer Person begegnen und uns mit dieser unterhalten, dann stehen wir in einem bestimmten Abstand zueinander, oder wir sitzen, oder wir liegen. Wie auch immer – wir teilen einen gemeinsamen Raum und gleichzeitig haben wir unseren eigenen.

Und es wird wieder spannend:

Nur, wenn mein eigener Raum ein sicherer ist, kann ich mich voll auf die Beziehung einlassen.

Voraussetzung ist immer, dass jeder seinen eigenen Raum klärt & hält.

Also diesen klar macht und diesen auch beständig einnimmt.

Fängt mein Gegenüber an, meinen Raum einzunehmen, macht das was mit mir und mit der Beziehung.

Das gilt für Menschen und auch für Pferde.

Über das Klären & Halten meines eigenen Raumes, schaffe ich einen Beziehungsraum.

Das ist meist etwas, was wir Menschen uns zumindest erstmal bewusst machen müssen.